Wissenswertes über Hypnose

 

Wirksamkeit von Hypnose

Die Hypnose ist durch den "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" als wissenschaftlich geprüftes Behandlungsverfahren in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.

Die Wirksamkeit der Hypnose ist auch wissenschaftlich längst nachgewiesen und belegt. Das Deutsche Ärzteblatt titelte bspw. bereits in seiner Ausgabe März 2004, Seite 125 "Die Wirksamkeit von Hypnosetherapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden"

Entscheidend für den Erfolg einer Hypnosebehandlung ist jedoch nicht die Trance selbst, sondern der Erfolg hängt in erster Linie davon ab, welche Verfahren und Techniken in der Trance eingesetzt werden

 

Was passiert bei der Hypnose?

Hypnose kann als willentliche Einflussnahme auf die Aktivitäten des Gehirns oder genauer des Bewusstseins verstanden werden. Während einer Hypnose-Sitzung können verschiedene seelische und körperliche Zustände herbeigeführt werden, die von der Normalfunktion abweichen und im Rahmen einer Behandlung genutzt werden können. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der bewusste Verstand während einer Trance nicht ausgeschaltet ist, sondern lediglich in den Hintergrund verschoben wird.

 

Je nach Ziel der Hypnose wird der zu Hypnotisierende durch den Hypnotiseur in eine mehr oder weniger tiefe Entspannung gebracht, die von den meisten Patienten als sehr angenehm und erholsam empfunden wird. Hypnose wird jedoch weniger häufig als die meisten denken, im Liegen durchgeführt. Bei weniger tiefer Entspannung erfolgt die Arbeit meistens in einer angenehmen Sitzposition oder gar im Stehen - das Unterbewusstsein kann dann sehr erfolgreich Informationen von außen aufnehmen und verarbeiten.

 

Befürchtungen, dass der Patient während der Hypnosesitzung willenlos ist oder gar wie eine Marionette durch die Behandlung geführt wird, sind unbegründet. Der zu Hypnotisierende ist jederzeit „Herr über seinen Willen“ und auch voll ansprechbar. Sprechen ist in der Trance ohne Probleme möglich und sogar ein erheblicher Bestandteil bei der analytischen Hypnose. 

 

Therapeutische Hypnose im Gegensatz zu Show-Hypnose

Das Bild der Hypnose ist bei einigen Menschen von der Show- bzw. Bühnenhypnose geprägt. Diese Form der Hypnose findet im therapeutischen Bereich keine Anwendung. Hier geht es in der Regel darum, den Hypnotiseur mächtig und die Aufführung spektakulär erscheinen zu lassen. Es handelt sich um sehr tiefe Trancezustände, bei der das Bewusstsein des zu Hypnotisierenden massiv getrübt ist. Ein derartiges Arbeiten ist nicht mit jedem Klienten möglich und aus therapeutischer Sicht nicht sinnvoll, da die notwendigen Wirkungen auf Dauer nicht verankert werden können.

Tiefgreifende und langfristige Änderungen beim Patienten sind vielmehr in flacheren Trance-Tiefen bzw. Intensitäten zu erreichen.

 

Eine solche Trance stellt sich für den zu Hypnotisierenden meistens als angenehmes und erholsames Entspannungsgefühl dar. Die komplette Hypnosesitzung kann nach der Behandlung in der Regel vollständig erinnert werden.

 

Hypnose und Trance

Vorläufer der heute modernen Hypnose finden wir bereits vor über 4.000 Jahren in China und später auch im antiken Ägypten und in Griechenland. Die Bezeichnung Hypnose leitet sich vom altgriechischen Begriff ὕπνος hypnos = der Schlaf ab. Tatsächlich bedeutet Hypnose jedoch nicht das Schlafen, sondern vielmehr ein Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance.

 

Unter einer Trance wiederum wird eine vorübergehende und geänderte Aufmerksamkeit verstanden. Dieser Zustand ist uns bereits durch „Zufalls-Trancen“ bekannt, die wir mehrfach täglich erleben. Beispielsweise wenn wir durch monotone Tätigkeiten wie dem Fahren mit dem Auto auf der Autobahn solche Kurztrancen erleben. Hypnose und Trance werden häufig synonym verwendet. Genau genommen ist Hypnose aber die Art und Weise, um in einen Trance-Zustand zu gelangen. Dieser Trance-Zustand wird durch den Therapeuten sorgfältig eingeleitet und zunehmend verstärkt, bis die gewünschte und für die Arbeit erforderliche Trance-Intensität erreicht ist.

 

In der Trance sind Bewusstseins- und Gehirnaktivitätszustände verändert, sodass eine Kommunikation mit dem Unterbewusstsein möglich ist. Das bewusst gesteuertes Handeln und Denken der Hirnrinde wird reduziert. Dafür können unbewusstes Wissen und Lernerfahrungen des zu Hypnotisierenden, welche in den tiefen Gehirnstrukturen gespeichert sind, als Potenzial aktiviert und genutzt werden. Während normalerweise im bewussten Zustand nur ca. 10 % des Gehirns nutzbar sind, können in der Trance und Hypnose die vielfältigen Ressourcen des Patienten animiert werden.

Wie fühlt sich Hypnose an?

Man fühlt sich in der Regel wach und klar, das logische Denken ist reduziert und der Zugang zu den Gefühlen ist erleichtert. Häufig befindet sich der Körper in einem Zustand der Entspannung. In der Hypnose kann man problemlos selber sprechen.

 

Kann jeder hypnotisiert werden?

Die meisten Menschen lassen sich gut hypnotisieren. Menschen, die sich kaum hypnotisieren lassen, stellen Ausnahmefälle dar. Prinzipiell können ein erhöhtes persönliches Kontrollbedürfnis, manche psychische Erkrankungen und die Einnahme von Antidepressiva die Trancefähigkeit negativ beeinflussen. Aus diesem Grund führe ich am Ende des Vorgespräches Hypnosetests durch, um zu beurteilen ob eine arbeitbare Trancetiefe erreicht werden kann.

 

Ist jeder Mensch gleich gut hypnotisierbar?

Nein. Manche Menschen gehen innerhalb von Sekunden in die Trance, während andere Menschen erst lernen müssen, sich auf die Trance einzulassen und Ihren Verstand ruhen zu lassen. Die Trancefähigkeit differenziert von Mensch zu Mensch und ist auch tagesformabhängig. Prinzipiell ist die Trancefähigkeit bei Gefühlsmenschen besser ausgeprägt als bei Kopfmenschen.

 

Kann man sich nach einer Hypnose an den Inhalt der Sitzung erinnern?

In der Regel ja. Manche Menschen erinnern nicht mehr die gesamte Hypnose und einzelne kleinere Teile aus der Sitzung können nicht mehr wiedergegeben werden. Ob diese retrograden Amnesien auftreten, wird vor allem durch die genetische Neigung zur Entwicklung der Amnesien bestimmt. Hypnose bedeutet aber nicht, dass man am Ende der Sitzung die Augen wieder öffnet und überhaupt nicht mehr weiß, was in der Hypnose passiert ist.

 

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Für eine Hypnosebehandlung (und jedes andere psychotherapeutische Verfahren) sollte man eine gesunde Eigenmotivation mitbringen. Zudem ist die Bereitschaft wichtig, sich emotional zu öffnen, denn Hypnose bedeutet in den meisten Fällen Arbeit an den Gefühlen.

 

Kann Hypnose bei jedem Menschen angewendet werden?

Nein, es gibt eine Reihe von Gegenanzeigen, sogenannten Kontraindikationen. Diese kläre ich im Vorhinein und ggf. auch bei unserem Vorgespräch ab. 

Bestimmte psychische Erkrankungen, wie Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie und Psychosen stellen eine Gegenanzeige für die Hypnosebehandlung dar. Nach kardiovaskulären Ereignissen wie einem Herzinfarkt, Schlagfanfall, einer Thrombose oder Embolie sollte Hypnose erst nach 6 Monaten wieder eingesetzt werden.

Außerdem ist es wichtig, dass bei Ihnen eine Offenheit für die Hypnose besteht und Sie Sie sich auf den Prozess einlassen. 

 

Ist eine Vorbereitung für das Erstgespräch notwendig?

Ja. Sie sollten im Erstgespräch wissen, wo Ihre persönlichen Zielsetzungen für unsere Zusammenarbeit liegen. Auch sollten Sie in der Lage sein, die wichtigsten Punkte Ihres bisherigen und aktuellen Lebens wiedergeben zu können, damit ich mir ein klares Bild machen kann.

 

Wie läuft ein Erstgespräch ab?

Ein Erstgespräch dauert i.d.R. 60 oder 90 Minuten und beginnt mit einem Gespräch bzw. einer Anamnese. In dem Gespräch wird die persönliche Zielsetzung des Klienten/der Klientin geklärt und ich mache mir ein ausführliches Bild von Ihrem bisherigen und aktuellen Leben. So grenze ich die vorliegende Problematik ein und kann beurteilen, welche Vorgehensweise ich bei der Hypnosebehandlung für am besten halte. Im Rahmen dieses Gespräches erhalten die Klienten auch die für die Hypnosebehandlung notwendigen Informationen über Hypnose und Trance. Ggf. führe ich zudem verschiedene Hypnose- Tests durch, die mir dabei helfen, die Trancefähigkeit zu beurteilen und das spätere Vorgehen in der Hypnose auf den Einzelnen abzustimmen. Im Anschluss findet in den meisten Fällen bereits eine Hypnose passend zu Ihrem Anliegen statt. Das Erstgespräch bzw. dieser erste Termin endet mit einer kurzen Nachbesprechung der Hypnose.

 

Wie läuft eine Hypnosesitzung ab?

Eine Hypnosesitzung dauert in der Regel 60 Minuten, in bestimmten Fällen auch 90 oder nur 30 Minuten. Am Anfang der Sitzung wird kurz besprochen, was sich nach dem Erstgespräch bzw. der letzten Hypnose getan hat. Häufig dient dieses Feedback als Anhaltspunkt für die kommende Hypnose. Die Hypnose findet mit wenigen Ausnahmen im Sitzen auf einem Sessel statt und Sie werden von mir auf sanfte Weise in die Hypnose geführt. Das Arbeiten in der Hypnose selbst ist variabel und das, was die Hypnotisanden in der Hypnose erleben, sehr unterschiedlich. Intensive, teilweise auch euphorische Gefühle, lebendige Visionen u.v.m. können Teil der Wahrnehmung in der Hypnose sein. Nach der Hypnoseanwendung wird der Hypnotisand von mir wieder in den Wachzustand gebracht und es wird rekapituliert, was in der Hypnose wahrgenommen wurde.

Wie groß sollte der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen sein?

Im Regelfall bietet sich ein Abstand von 1-3 Wochen zwischen den einzelnen Sitzungen an. Am Anfang der Behandlung arbeite ich meist etwas engmaschiger und erhöhe im Laufe der Behandlung die Abstände zwischen den einzelnen Sitzungen. Für Menschen, die aus dem Ausland oder entfernten Teilen Deutschlands anreisen, biete ich auch Blocktermine an, die an aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden.

 

Wie viele Hypnose- Sitzungen sind notwendig?

Wie viele Hypnose- Sitzungen nötig sind, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, ist sehr unterschiedlich. Die meisten Klienten nehmen bei mir zwischen 3-5 Sitzungen in Anspruch, allerdings erfordern manche Themen auch mehr Sitzungen.

 

Zahlen die gesetzlichen oder privaten Krankenkassen die Behandlung?

Die Kosten für ein Coaching wird i.d.R. von den Kassen nicht übernommen.

  

Muss ich Termine, die ich nicht wahrnehmen kann, absagen bzw. bezahlen?

Nicht wahrnehmbare Termine sind grundsätzlich so früh wie möglich abzusagen. Termine können bis spätestens 24 h vor dem vereinbarten Termin kostenfrei telefonisch oder per Email abgesagt oder verlegt werden. Werden Termine – aus welchen Gründen auch immer- erst am Tag der Behandlung abgesagt, dann fällt die Hälfte des Honorars an. Wird der vereinbarte Termin nicht abgesagt und der Klient erscheint nicht, dann wird das volle Honorar fällig.